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Wieder eine Medaille für Louis

HERNE. Gestern fanden die Deutschen Meisterschaften der Männer u18 in Herne statt. Die Veranstaltung endete, wie das so oft der Fall ist, wenn er an den Start geht, mit einer Medaille für Louis.

Judofighter Louis Mai war in der Gewichtsklasse -90 kg angereist, um um Gold mitzukämpfen. In der Vorrunde zeigte er sein großes Potential, indem er zuerst den Berliner Vincent Cordes, danach Alexander Janzen aus NW und Nikita Kuznecovs aus Thüringen in jeweils unter einer Minute schlagen konnte. Dabei zeigte er in der Kürze der Zeit beeindruckende Techniken im Bodenkampf, die immer im Haltegriff oder Armhebel endeten. Das Halbfinale gegen den Hamburger Jan-Felix Herzog begann ebenso furios mit einem Wurf von Louis, der ihm eine deutliche Wazari Wertung einbrachte. Dann eine Sekunde nicht aufgepasst, machte Louis einen großen Fehler. Er rollte weiter, lag kurz auf dem Rücken und Herzog reagierte blitzschnell. Louis lag seinerseits im Haltegriff und konnte sich nicht innerhalb der 20 Sekunden befreien. Halbfinale Verloren.
Jetzt galt es, sich zu sammeln, sich wieder zu konzentrieren, die Enttäuschung wegzustecken und um Platz 3 zu kämpfen.
Aber jetzt zeigte Louis, dass er auch mit so einer Situation umgehen kann und er stellte sich im kleinen Finale dem Trostrundensieger Paul Hinz aus MV. Auch dieser Kampf endete nach 31 Sekunden mit Ippon für Louis nach einem Haltegriff.

Es wird ein paar Tage dauern, bis Louis sich darüber freuen kann, dass er Bronze gewonnen hat und aufhört sich darüber zu ärgern, dass er das Finale verpasste. Es wird ihm dabei helfen, dass die mitgreiste Trainerin Carmen Bruckmann sowie der anwesende Bundestrainer Bruno Tsafack beide äußerten, dass Fehler passieren können, Louis aber ihr Vertrauen weiterhin uneingeschränkt genießt. Aus Fehlern zu lernen und zu zeigen, dass man mit ihnen umgehen kann, ist für beide eine wichtige Lektion, die man oft schmerzlich lernen muss.

Kopf hoch Louis und herzlichen Glückwunsch zum 3. Platz bei den Deutschen Meisterschaften

Ein großes Dankeschön an Carmen Bruckmann und Dennis Mai, die Louis betreut haben.

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