Print this page

Das Abenteuer beginnt!

Die Judo-Bundesliga geht in ihre 50. Saison und mit dabei ist dieses Jahr ein Neuling aus der Region: die Judofighters Rhein-Neckar. An neun Kampftagen zwischen April und September geht es um die Playoff-Plätze und gegen den Abstieg. Die Kurpfälzer wollen um den Klassenerhalt mitkämpfen.

Das Team um Trainertrio Stefan Saueressig, Carmen Bruckmann und Matthias Krieger, hauptsächlich bestückt mit Judoka aus Heidelberg, Mannheim und Eppelheim und der nationalen Spitze der sehbehinderten Athleten, begann vor sechs Jahren noch in der Bezirksliga. Aus eigener Kraft durchliefen sie das gesamte deutsche Ligensystem, gewannen drei Titel und dürfen sich nun mit den besten Deutschlands messen.

Auf eigene Stärken setzen, das ist es was die Judofighters all die Jahre lang ausgezeichnet hat und auch weiterhin die Mannschaftsphilosophie. Dabei wird bewusst auf die Investition in internationale Top-Judoka verzichtet, so wie es in der 1. Liga sonst Usus ist. „Wir versuchen es auch in der ersten Liga mit eigenen Kämpfern“, erklärt Carmen Bruckmann, „das ist eine große Herausforderung, aber auch der besondere Charme dieser Mannschaft.“

Am kommenden Samstag darf der Aufsteiger erstmalig ins Kampfgeschehen eingreifen. Mit dem JC Leipzig wartet eine im Oberhaus etablierte Mannschaft, die letztes Jahr in der Finalrunde stand. Dennoch freut man sich auf die Begegnung in Sachsen, da gerade der JCL für gute Stimmung und eine volle Halle bekannt ist. Auch Trainer Stefan Saueressig geht positiv an die Sache: „Gegen Leipzig haben wir nichts zu verlieren und das wird uns helfen. Wir wollen unseren Fans und Sponsoren eine gute Show bieten.“ In sieben Gewichtsklassen, von unter 60 kg bis über 100 kg, treffen die beiden Kontrahenten je zweimal aufeinander. Jeder einzelne Sieg der vierzehn Einzelkämpfe würde dabei als Erfolg gesehen.

Die Moral der Mannschaft, die aus den letzten Jahren das Siegen gewohnt ist, wird nun im Kampf gegen nationale Meister und Olympiastarter auf die Probe gestellt. „In dieser Saison ist es wichtig, die Stimmung und den Spaß der einzelnen Mannschafstmitglieder hoch zu halten“, sieht das Carmen Bruckmann, „auch wenn man mal verliert.“ Durch eine Bundesligareform wurde die oberste Klasse von sechs auf neun Teams aufgestockt, dadurch gelang den Judofighters letztes Jahr der überraschende Aufstieg als Viertplatzierter. Lediglich eine Mannschaft steigt am Ende der Saison wieder ab. Um das zu Verhindern sind die Begegnungen gegen die Mitaufsteiger TV Erlangen und Samurai Offenbach an den folgenden beiden Kampftagen von besonderer Bedeutung, denn neben dem Erhalt des Mannschaftsklimas ist der Klassenerhalt das große Ziel.

Kader: -60kg: Mollet, Jan; Jamil, Mustafa; Wind, Tobias; Zöller, Christian. -66kg: Kirschen, Sascha; Mollet, Jonas; Schäfer, Paul; Schiefer, Frieder; Stasch, Felix; Wenzel, Timo; Zamarajev, Artem. -73kg: Blank, Helmut; Bruckmann, Pascal; Ferrera, Dario; Klein, Dennis; Kornhaß, Nikolai; Merten, Martin. -81kg: Heidary, Nima; Hill, David; Hill, Jannis; Hill, Matteo; Junk, Sebastian; Metzger, Manuel; Seeger, Finn; Tenbaum, Christian. -90kg: Diehl, Tobias; Harbarth, Michael; Mai, Louis; Mai, Sidney; Milano, Marc. -100kg: Eisenmann, Markus; Mai, Dennis; Möller, Marc; Ohl, Mirco; Schulz, Stefan; Skelley, Christopher; Upmann, Oliver. +100kg: Barth, Sascha; Herrman, Frank; Hodgson, Jack.

Rate this item
(0 votes)